Barfuss laufen: Warum es für Babyfüsse so gesund ist
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Barfuss laufen: Warum es für Babyfüsse so gesund ist

Barfuss laufen ist die natürlichste Art der Fortbewegung für den Menschen - Das Gefühl von sonnenwarmen Steinen, weichem Sand oder feuchtem Gras unter den Füssen: Die meisten Kinder lieben es und laufen gerne barfuss. Wahrscheinlich wissen sie instinktiv, was gut für die kleinen Füsse ist. Denn Barfusslaufen fördert die gesunde Entwicklung von Kinderfüssen.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Fri, 28.07.2017 - 14:02 Mon, 03/05/2018 - 09:13

Barfusslaufen – Laufen lernen ohne Schuhe

Barfuss laufen ist die natürlichste Art der Fortbewegung für den Menschen. Deshalb beginnt das Laufenlernen am besten mit blossen Füssen. Dabei müssen die Babyfüsse Höchstleistungen erbringen: Sie stützen nicht nur den Körper, sondern erfassen mit der Zeit immer feiner Strukturen und Neigung des Untergrundes und sorgen für die passende Körperhaltung.

Die ständige Anpassung an Unebenheiten stärkt und trainiert die Fussmuskulatur. Gut entwickelte Fussmuskeln stabilisieren die gewölbte Fussunterseite. Fehlen diese Muskeln können Platt-, Spreiz- oder Senkfüsse entstehen.

Doch nicht nur die Fussmuskeln profitieren vom Barfusslaufen. Barfussgehen stimuliert über die Fussreflexzonen die Durchblutung und das Immunsystem. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ausserdem, dass Barfusslaufen die gesamte Körperkoordination unterstützen kann. Damit die Kinderfüsschen ihre Funktion möglichst uneingeschränkt entwickeln können, sollten Babys ihre ersten Schritte am besten ganz ohne Schuhe machen.

Feste Schuhe engen Babyfüsse zu stark ein

Feste Schuhe mit einem guten Fussbett erscheinen vielleicht als gute Lösung für die empfindlichen Babyfüsschen. Aber Experten sind sich einig, dass gerade bei Babys und Kleinkindern feste Schuhe mehr schaden als nutzen. Denn der Schuh engt den Bewegungsspielraum der Kinderfüsse ein.

Das Kind muss lernen, den Boden zu ertasten, Unebenheiten zu erkennen und auszugleichen. Dabei spielen Fussmuskeln und Wirbelsäule eng zusammen. Die Bewegungsabläufe stimmen sich in der Lauflernphase aufeinander ein, bis sie automatisch funktionieren.

Vor allem dickere Schuhsohlen, aber selbst dünne und leichte Lauflernschuhe, können die Babyfüsse beim Lernprozess beeinträchtigen und sogar Fehlstellungen verursachen. Natürlich können Kinder nicht überall und nicht das ganze Jahr über barfuss gehen. Aber sie sollten die Möglichkeit haben, möglichst oft ohne Schuhe zu laufen.

Socken als Alternative?

Wenn der Boden in der Wohnung kalt ist, dann wärmen Söckchen die Babyfüsse.
Wichtig ist dabei, dass keine Rutschgefahr besteht. Socken mit Gumminoppen – die sogenannten Anti-Rutsch-Socken, Stoppersocken oder ABS-Socken - sorgen für Sicherheit.

Wann Kinder lieber nicht barfuss laufen sollten

Auch wenn Barfusslaufen gesund ist: Kinderfüsse müssen natürlich vor Kälte, Hitze und Verletzungen geschützt werden. Zur Sicherheit sollten Schuhe getragen werden, wo sich Glasscherben, Metallteile oder Dornen befinden könnten.

Vorsicht ist auf Wiesen geboten, die nicht kurz gemäht sind oder wo viel Klee und sonstige blühende Pflanzen wachsen. Hier fühlen sich Bienen sehr wohl. Auch Kälte und Nässe, genauso wie von der Sonne stark aufgeheizter Asphalt oder Sand sind nichts für Babyfüsse.

Empfindliche Sohlen müssen sich sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen beim ersten Barfussspaziergang im Freien erst an pieksendes Gras, Steine und rauen Untergrund gewöhnen. Eine gute Möglichkeit, um unterschiedliche Untergründe barfuss zu entdecken, bieten Barfusspfade oder Barfussparks.

Fazit
Barfusslaufen trainiert die Fussmuskeln und beugt Fehlstellungen vor
Barfusslaufen stimuliert die Fussreflexzonen und regt die Durchblutung und Immunsystem an
Feste Schuhe engen den Bewegungsspielraum von Kinderfüssen zu stark ein
Erlebnistipp: Barfussparks. Hier können verschiedenen Stationen mit blossen Füssen erforscht werden
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