Unsichtbare Freunde: überaus wichtig für viele Kinder
Unsichtbare Freunde: überaus wichtig für viele Kinder
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Arztgeprüft

Unsichtbare Freunde: überaus wichtig für viele Kinder

Vielleicht hatten Sie auch welche oder entdecken Sie bei Ihrem eigenen Kind vollkommen neu: unsichtbare Freunde. Einige Kleinkinder entwickeln bereits mit zwei Jahren die für sie überaus reale Vorstellung eines oder mehrerer unsichtbarer Freunde.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Tue, 29.08.2017 - 12:22 Wed, 12/05/2018 - 12:50

Wie unsichtbare Freunde zu Weggefährten ihres Kindes werden

Die Unsichtbarkeit der Spielkameraden und die rege Fantasie der Kinder stellen viele Eltern oft vor zahlreiche Fragezeichen. Aber keine Angst, wenn Ihr Kind mit unsichtbaren Wesen redet, ist das gar nicht so sonderbar.

Gegensätzlich zur früheren Annahme, dass imaginäre Freunde bei Kleinkindern ein Anzeichen für ein gestörtes Sozialverhalten oder sogar Vorbote einer psychischen Störung seien, weiss man heute, dass Phantasiegefährten für viele Kinder und ihre Entwicklung ganz normal und auch wichtig. Einige Entwicklungspsychologen gehen heute sogar davon aus, dass Kinder, die imaginäre Freunde haben, sehr gut auf das spätere Leben vorbereitet sind.

Denn oftmals erweisen sie sich in wissenschaftlichen Studien als überdurchschnittlich intelligent, phantasievoll und gesellig. Mit ihren unsichtbaren Wesen schaffen Sie sich auf sehr kreative Art und Weise Spielgefährten, die durchaus sehr wichtige Rollen in ihrem Leben erfüllen.

Die unsichtbaren Freunde als Wegbegleiter

So können unsichtbare Freunde beispielsweise problemlos die Langeweile vertreiben und Bücher vorlesen, Geschichten erzählen und zuhören, wenn Mama, Papa oder die Geschwister mal keine Zeit haben. In Angstsituationen sind sie die perfekten Tröster und Beschützer. Die Vorstellung eines grossen imaginären Bruders oder eines starken Bären als Freund hilft beispielsweise sehr gut dabei, knifflige oder angstbesetzte Situationen erfolgreich zu meistern.

Unsichtbare Helfer haben auch Verständnis, wenn es mal mit den Eltern nicht so gut läuft und dienen als Verbündete. Nicht selten kommt es vor, dass sich schon die Kleinsten in alltäglichen Grundsatzdiskussionen auf die Meinung ihrer unsichtbaren Gefährten berufen, beispielsweise mit Sätzen wie "Meine Freundin Elli-Fee sagt aber auch, dass Gummibärchen gesund sind." 

Unsichtbare Lebensgenossen eignen sich übrigens auch sehr gut, Situationen, in denen geschimpft werden könnte, vorweg zu nehmen. Stösst Kindern ein Ungeschick zu und lassen sie beispielsweise ein Glas umfallen, so kann der unsichtbare Freund als Sündenbock herhalten und hilft dem Kind, sich in der potentiell stressigen Situation selbst zu beruhigen.

Da sehen die Eltern auch, dass es erstens nicht die Schuld des Kindes war, dass das Glas kaputt ist. Zweitens sorgt solch ein Verhalten bei vielen Eltern für so grosse Verwunderung, dass ein genervtes, oftmals unnötiges Schimpfen über solch eine Situation häufig ausbleibt.

Gute Freundschaften unterstützen auch wenn sie für Sie unsichtbar sind

Freundschaften erleben zu dürfen, ist ein ganz besonderer Umstand für alle Menschen und gehört auch für Kinder zu einem sehr sensiblen Thema. Der Umgang mit unsichtbaren Freunden ist dabei oftmals noch viel intensiver als mit realen Freunden. Das sollten Eltern unbedingt wissen.

Unsichtbare Freundschaften sollten Sie aus diesem Grund auch unbedingt unterstützen, sofern sie nicht verhindern, dass Ihr Kind auch zu realen Menschen Vertrauen aufbaut und Freundschaften schliesst. Oftmals handelt es sich bei unsichtbaren Freunden, um schlaue Strategien, sich das eigene Leben leichter zu gestalten und die eigenen Gefühle besser zu regulieren. Dadurch können Kleinkinder einige Herausforderungen besser meistern. Ausserdem können Sie durch das Gespräch Ihres Kindes mit seinem imaginären Begleiter einiges über die Wünsche, Sorgen und Ängste Ihres Kindes selbst erfahren.

Werden solche Freundschaften von den Eltern nicht ernstgenommen oder gar verboten, kann dies bei den Kindern zu einer starken Verunsicherung führen.

Stellen Sie allerdings fest, dass Ihr Kind auch noch nach dem Grundschulalter an unsichtbaren Freunden intensiv festhält, kann dies wiederum ein Ausdruck von starker Verunsicherung im Umgang mit wirklichen Menschen sein und sollte mit dem Kinderarzt besprochen werden.

Fazit
Mit unsichtbaren Freunden können schwierige Situationen bewältigt werden
Diese Freunde sorgen für schöne Erinnerungen
Unsichtbare Freunde sind für die Entwicklung ihres Kindes von grossem Vorteil
Der Text wurde von einem Arzt geprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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