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Fieberkrämpfe

Oftmals ein Schreck für die Eltern - Etwa sechs von zehn Kindern erleiden in ihren ersten fünf Lebensjahren mindestens einen Fieberkrampf. Dieser wird in der Regel durch Fieber über 38 Grad Celsius ausgelöst. Im folgenden Text klären wir Sie über erste Anzeichen auf und was Sie im Fall der Fälle tun können.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Mon, 03.03.2014 - 16:05 Thu, 12/13/2018 - 14:11

Die Art des Fieberkrampfes und erste Anzeichen

Es gibt zwei verschiedene Arten von Fieberkrämpfen: den einfachen und den komplexen Fieberkrampf.

Einfache Fieberkrämpfe sind in der Regel harmlos und dauern meist unter 10 Minuten. Sie treten in der Regel nur einmal innerhalb von 24 Stunden auf, können sich allerdings bei erneuten Fiebererkrankungen wiederholen. Komplexe Fieberkrämpfe halten oftmals länger als 15 Minuten an.

Im Gegensatz zum einfachen Fieberkrampf kommt es bei der komplexen Form eher zur Verkrampfung einzelner Körperteile anstelle des gesamten Körpers. Eine Wiederholung ist innerhalb von 24 Stunden möglich und kann ein Anzeichen für eine spätere Epilepsie-Erkrankung sein.

Obwohl ein Fieberkrampf aus medizinischer Sicht oft unbedenklich ist, zeigen Statistiken, dass er für die Eltern sehr schockierend sein kann. So empfinden die meisten betroffenen Eltern eine sehr grosse Angst um ihr Kind als sie bei ihm eine Fieberkrampf erleben mussten und dachten sogar, dass ihr Kind sterben müsste. Ein Fieberkrampf lässt sich an folgenden Symptomen erkennen:

  • die Temperatur ist in kurzer Zeit auf über 38 Grad Celsius angestiegen,
  • das Kind verdreht die Augen oder blickt starr,
  • die Lippen werden blau, es hört kurzzeitig auf zu atmen,
  • kurze Bewusstlosigkeit bzw. keine Ansprechbarkeit und Reaktionsfähigkeit,
  • rhythmisches Zucken bzw. Verkrampfen von Bein-, Arm- und / oder Gesichtsmuskeln.

Ist ein Fieberkrampf nach einigen Minuten (meist zwei bis drei) vorüber, kommt das Kind meist sehr schnell wieder zu sich. Meist wirkt es kraftlos und müde, lässt sich jedoch wieder ansprechen.

Ursachen für die Wiederholung von Fieberkrämpfen

Während einige Kinder nie oder einmalig einen Fieberkrampf bekommen, können bestimmte Aspekte dazu führen, dass das Wiederholungsrisiko eines Fieberkrampfanfalls steigt. Zu ihnen zählen beispielsweise:

  • ein Lebensalter zwischen 5 und 18 Monaten,
  • kurze Fieberperioden von unter 12 Stunden,
  • die Entwicklung eines Fieberkrampfes bei einer Körpertemperatur von unter 38,5 Grad Celsius,
  • Störungen am Nervensystem sowie
  • häufige Fieberschübe bei unterschiedlichsten Infektionen.

So sollten Sie während eines Fieberkrampfes reagieren

Bemerken Sie bei Ihrem Kind, dass es zu einem Fieberkrampf kommt, sollten Sie:

  • es vor Verletzungen schützen, sodass es beispielsweise nicht aus dem Bett fallen oder sich während des Krampfes stossen kann,
  • es möglichst seitlich lagern, damit Speichel und gegebenenfalls Erbrochenes besser abfliessen kann,
  • den Notarzt rufen, wenn Sie sich mit der gesundheitlichen Situation Ihres Kindes überfordert fühlen, der Krampfanfall länger als zwei Minuten andauert oder die Atmung unregelmässig oder gar nicht mehr feststellbar ist.

Blicken Sie, auch wenn in der Situation schwierig ist, bei einem Krampfanfall auf die Uhr. Die Länge des Krampfanfalls ist wichtig für die ärztliche Behandlung und die Diagnose der Krampfursache.

Diagnose und Behandlung von Fieberkrämpfen

Anhand der elterlichen Schilderungen wird oftmals die Diagnose Fieberkrampf gestellt. Um die komplexe Form des Fieberkrampfes auszuschliessen, untersuchen Ärzte oftmals die Gehirnaktivität mittels EEG und das Blutbild. In einigen Fällen wird auch Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit entnommen und untersucht.

Kommt es zu erneuten Fieberkrämpfen im Rahmen der medizinischen Betreuung, so werden sie meist bei einer Dauer von über zwei Minuten mithilfe von Medikamenten akut unterbrochen. Zusätzlich wird Medizin verschrieben, welche das Fieber senken soll, um die Körpertemperatur wieder auf ein Normalmass zu regulieren und somit der Ursache des Fieberkrampfes entgegenzuwirken.

Neigt ein Kind bei Fieber zu der Entwicklung von Fieberkrämpfen ist es sinnvoll, ihm schon frühzeitig fiebersenkende Mittel zu geben.

Tipp von Hebamme Ina Ilmer
  • Lassen sie jeden Fieberkrampf auf jeden Fall ärztlich abklären. Ihr Kinderarzt wird Ihnen genau sagen, wie Sie bei einem wiederholten Anfall reagieren sollten und Ihnen Ängste nehmen.
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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