Symptome, Hausmittel und was tun bei Sodbrennen
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Arztgeprüft

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen ist das Aufsteigen aus verschiedenen Gründen von salzsäurehaltigem Magensaft in die Speiseröhre. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist jedoch im Gegensatz zur Magenschleimhaut gegen die aggressive Magensäure nicht resistent. Sie wird gereizt und das macht sich mit einem unangenehmen, teilweise heftigen Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Thu, 20.07.2017 - 16:42 Wed, 12/06/2017 - 16:21

Symptome, Hausmittel und was tun bei Sodbrennen...

Die Beschwerden treten bei vielen schwangeren Frauen gegen Ende ihrer Schwangerschaft, im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. Dann nämlich, wenn das wachsende Baby innerhalb der Bauchhöhle immer mehr Platz für sich beansprucht. Es wird im wahrsten Sinne eng für den Magen. Er wird nach oben geschoben und ein Teil der Magensäure drückt in die Speiseröhre.

Neben diesem rein mechanischen Geschehen spielen beim Sodbrennen von schwangeren Frauen allerdings auch hormonelle Ursachen eine wichtige Rolle. Der Mutterkuchen produziert nämlich das Hormon Progesteron, welches der Entspannung der Uterusmuskulatur dient. Damit beugt der weibliche Organismus frühzeitigen Wehen vor. Gleichzeitig wird jedoch auch der Schliessmuskel zwischen Speiseröhre und Magen mit entspannt, sodass während des Verdauungsvorgangs, bei der wellenförmigen Kontraktion des Magens, relativ leicht Magensäure in die Speiseröhre gelangen kann.

Sonnenbrennen

Typische Beschwerden

  • vermehrtes Aufstossen, zumeist begleitet von einem extrem unangenehmen, sauren oder bitteren Geschmack
  • Brennen hinter dem Brustbein
  • starker Speichelfluss
  • Magendruck, Völlegefühl
  • nächtliches Sodbrennen kann die Schlafqualität erheblich mindern

Ist Sodbrennen während der Schwangerschaft gefährlich?

So unangenehm das Gefühl auch sein mag: Das Sodbrennen allein stellt weder für die werdende Mutter noch für ihr Kind eine Gefahr dar. Gerade schwangere Frauen, die vorher nie Magenprobleme hatten, brauchen sich auch jetzt keine Sorgen zu machen. Experten sind sogar der Meinung, dass das Sodbrennen die Entwicklung des Babys sogar fördert.

Aufgrund der vermehrten Progesteron-Ausschüttung kann es nämlich ungehindert wachsen. Weil die Verdauung der Mutter während der letzten Schwangerschaftswochen etwas verlangsamt abläuft, kann es darüber hinaus auch mehr Nährstoffe absorbieren.

Wann zum Arzt?

Obwohl Sodbrennen bei hochschwangeren Frauen beinahe normal ist, kann es so schmerzhaft werden, dass es besser ist, zum Arzt zu gehen. Zunächst wird dieser abklären, ob das Brennen wirklich der aufsteigenden Magensäure zuzuschreiben ist, ober ob nicht eine andere Krankheit dahinter steckt. Auch wirksame Präparate aus der Apotheke als letzter Ausweg zur Linderung der Beschwerden sollte ausschliesslich der Facharzt verschreiben. Selbstmedikation verbietet sich für Schwangere von selbst!

Merke: Bei Unsicherheiten lieber einmal zu viel als gar nicht zum Arzt gehen. Gerade bei der ersten Schwangerschaft können die Frauen selbst noch gar nicht einschätzen, welche Symptome völlig normal sind oder welche auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten könnten. Um Komplikationen zu vermeiden, sind hier kompetente Beratung und Hilfe besonders wichtig.

Bitte keine Schuldgefühle!

Beinahe jede Frau, die ein Kind erwartet, achtet 40 Wochen lang auf eine besonders gesunde, ausgewogene Ernährung und wertet dann das Sodbrennen als eine Art "persönliches Versagen". Schuldgefühle sind in diesem Fall jedoch vollkommen unangebracht. Schliesslich ist der Körper keine Maschine, die sich mit wenigen Handgriffen optimal einstellen lässt.

Frauenärzte betonen immer wieder: Sodbrennen ist eine ganz normal Begleiterscheinung einer Schwangerschaft, unabhängig vom Alter oder sozialen Status der Frau.

Sanfte Hilfen gegen das Sodbrennen

Mandeln, Haselnüsse, Reiswaffeln oder Haferflocken saugen die Magensäure besonders gut auf und unterstützen die Verdauung. Es empfiehlt sich, immer einen kleinen Vorrat davon zum Knabbern im Haus zu haben um bei Beschwerden darauf zurückgreifen zu können.

Auch Akupressur hat sich schon bei vielen Schwangeren bestens bewährt. Der für den Magen zuständige Akupressurpunkt befindet ich genau in der Mitte des Daumenballens. Einfach 30 Sekunden je Hand, nacheinander kräftig drücken.

Daneben lohnt es sich, homöopathische Mittel zu probieren. Heilpraktiker empfehlen oft Robinia pseudacacia gegen übermässige Säurebildung, Nux vomica oder Pulsatilla. Am besten ist es, einen kompetenten Arzt, eine Hebamme oder Homöopathen aufzusuchen, die genauen Beschwerden zu erläutern und sich ausführlich beraten zu lassen. So kann die Frau auch sicher sein, dass die jeweiligen Präparate weder ihr noch ihrem ungeborenen Kind Schaden zufügen können.

Vorbeugen - geht das überhaupt?

Leider nein. Sodbrennen lässt sich vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht ganz vermeiden und dauert dann zu allem Überfluss auch bis zur Entbindung an. Folgende Tipps lassen es jedoch vielleicht ein wenig erträglicher werden:

  • stark gewürztes Essen, Kaffee, Schokolade und Zitrusfrüchte lieber meiden, denn diese Lebensmittel kurbeln die Magensäureproduktion besonders stark an
  • auf Süssigkeiten und Weissmehl verzichten
  • lieber öfter kleine Mahlzeiten
  • langsam kauen
  • während der Mahlzeit nicht so viel trinken, weil der Magen sich sonst noch mehr ausdehnt, lieber zwischen den Mahlzeiten für ausreichend Flüssigkeit sorgen
  • kohlensäurehaltige Getränke meiden - besser stilles Wasser trinken
  • etwa für eine Stunde nach der Mahlzeit auf das Hinlegen verzichten
  • mit erhöhtem Oberkörper schlafen, das unterstützt die natürliche Schwerkraft
Fazit
Die meisten schwangeren Frauen leiden vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel unter Sodbrennen.
Die Beschwerden bessern sich oft, wenn die Frau ihre Ernährung an die besondere Situation anpasst: kleine Mahlzeiten, leicht verdauliche Kost.
Sind die Symptome unklar oder besonders belastend, sollte die Schwangere umgehend einen Arzt konsultieren.
Zur Linderung der Beschwerden sie nicht medikamentöse Methoden immer bevorzugen.
Tipps von Gynäkologin Dr. Verena Breitenbach
  • Manchen Frauen hilft Senf nach dem Essen.
  • Auch Heilerde kann helfen.
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