1.- 4. Schwangerschaftswoche (SSW)
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Hebammengeprüft

1.- 4. Schwangerschaftswoche (SSW)

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! Nun beginnt eine schöne und spannende Zeit für Sie. Noch merken Sie gar nicht, dass Sie schwanger sind, aber in Ihrem Inneren geht es bereits rund. Ab der 4. Schwangerschaftswoche könnten sich schon die ersten kleinen Anzeichen, wie Brustspannen, Morgenübelkeit oder Verstopfung bemerkbar machen. Achten Sie deshalb schon jetzt auf Ihre Gesundheit und verzichten Sie auf Alkohol, Nikotin und Medikamente.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Thu, 22.06.2017 - 11:32 Fri, 03/01/2019 - 13:53

Von der letzten Monatsblutung zur Entstehung neuen Lebens

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Tipp zur SSW 1 - 4: kein Rauchen in der fruehen schwangerschaft

3. SSW - die Schwangerschaft beginnt

Zu Beginn der 3. SSW beginnt die eigentliche Schwangerschaft. Unmittelbar nach der Befruchtung befinden sich im Inneren des Eis zwei Zellkerne: der Kern der Eizelle mit den weiblichen Erbanlagen und der Kopf des Spermiums mit den männlichen Erbinformationen. Mit ihrem Verschmelzen entsteht der einzigartige genetische Code eines neuen Menschen. Wenig später wird sich diese Ursprungszelle (Zygote) erstmals teilen und damit zum Ausgangspunkt von Milliarden weiterer Zellen.

Folsäure in der Schwangerschaft

Am zweiten Tag nach der Befruchtung besteht dieses Zell-Cluster aus vier, einen Tag später bereits aus acht Zellen. In der 3 SSW ähnelt sein Aussehen zunächst einer Maulbeere (lateinisch: Morula), Wissenschaftler sprechen deshalb auch vom Morula-Stadium der Embryonalentwicklung. Einen Tag später bildet sich im Inneren des Zell-Clusters ein Hohlraum aus - die Morula hat sich zur Keimblase (Blastozyste) fortentwickelt, die aus zwei verschiedenen Zelltypen besteht:

Aus den Embryoblasten entwickelt sich der eigentliche Embryo - das Baby trägt bis zum Ende des ersten Trimesters diesen wissenschaftlichen Namen, erst nachdem alle wichtigen Organanlagen ausgebildet sind, wird es als Fötus bezeichnet werden. Aus den Trophoblasten entsteht die Plazenta (Mutterkuchen), die zusammen mit der mit ihr verbundenen Nabelschnur später die Nähr- und Sauerstoffversorgung des Babys übernimmt und die Abfallprodukte seines Stoffwechsels entsorgt.

Während der 3. SSW wandert der Embryo unermüdlich aus dem Eileiter zum Uterus, den er gewöhnlich zum Beginn der folgenden Schwangerschaftswoche erreicht. Bei seiner Ankunft in der Gebärmutter besteht er bereits aus etwa 70 bis 100 Zellen. Äusserliche Anzeichen der Schwangerschaft sind in diesem frühen Stadium noch nicht zu sehen, die meisten Frauen wissen in der 3. SSW noch gar nicht, dass sie schwanger sind.

Die Befruchtung leitet jedoch eine Vielzahl von hormonellen Veränderungen ein, die für den Erhalt der Schwangerschaft und die weitere Embryonalentwicklung sorgen. Unmittelbar nach dem Eisprung hat beispielsweise das Eizellbläschen als Gelbkörper (Corpus Luteum) eine neue Aufgabe übernommen: Es produziert jetzt das Gelbkörperhormon Progesteron, das den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bewirkt und für die Einnistung der Eizelle damit von entscheidender Bedeutung ist.

4. SSW - alles oder nichts!

Durchschnittlich sieben Tage nach der Befruchtung und zu Beginn der 4. SSW nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein. In dieser Phase entscheidet sich nach dem "Alles-oder-Nichts-Prinzip", ob die Schwangerschaft erhalten bleibt.

Unmittelbar vor der Einnistung (Nidation) kann der Embryo besonders leicht durch äussere Einwirkungen geschädigt werden. Falls es dem gerade entstehenden Organismus nicht gelingt, eine solche Schädigung zu kompensieren, stoppt seine Entwicklung - die Keimblase wird dann zusammen mit der nächsten Periode "ausgespült".

Kurz vor der Nidation schlüpft der Embryo aus der ihn umgebenden Hülle aus und bohrt sich danach in die Uterusschleimhaut ein, bis er vollkommen von ihr überzogen ist. Zwischen den Embryoblasten und den Trophoblasten bilden sich jetzt die Fruchthöhle sowie der Dottersack, der in den nächsten Wochen für die Nährstoffversorgung des Embryos sorgen wird. Um das eingenistete Ei herum bildet sich ab jetzt die Plazenta aus. Gegen Ende der 4. Schwangerschaftswoche misst der Embryo nur einen halben Millimeter - bis zur Geburt erreicht das Baby eine Länge von etwa 51 bis 52 Zentimetern und ein durchschnittliches Gewicht von rund 3.200 Gramm.

Drei Keimblätter als Organanlagen

Bis zur 4. SSW sind die Embryonalzellen pluripotent - aus jeder Zelle könnte sich theoretisch jedes beliebige Organ entwickeln. Ab dieser Woche setzt die zelluläre Spezialisierung ein. Aus den Embryoblasten entwickelt sich die sogenannte Keimscheibe, die eine rundliche Form besitzt. Sie wird aus zwei und bald darauf aus drei Keimblättern gebildet:

  • Aus dem inneren Keimblatt (Entoderm) werden im Verlauf der Embryonalentwicklung die meisten inneren Organe - unter anderem Lungen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Harnblase und Harnröhre sowie der innere Verdauungstrakt - entstehen.
  • Aus dem mittleren Keimblatt (Mesoderm) entwickeln sich Herz und Blutgefässe, Bindegewebe und Skelett, die glatte Muskulatur der Eingeweide, die Milz, Blutkörperchen und das Lymphsystem, die Nieren sowie die Keimdrüsen und die inneren Geschlechtsorgane.
  • Aus dem äusseren Keimblatt (Ektoderm) bilden sich Haut, Nervensystem und Sinnesorgane.

Erste Schwangerschaftszeichen bei der Mutter

In der 4. SSW verspüren viele Frauen die ersten körperlichen Signale der Schwangerschaft. Durch das Einnisten des Embryos in die Gebärmutter kann es zur sogenannten Nidationsblutung kommen, die sich als leichte Schmierblutung bemerkbar macht. Oft beginnen die Brüste in dieser Woche schmerzhaft zu ziehen und zu spannen, bei einigen Frauen wird bereits jetzt die Haut der Warzenhöfe dunkler.

Die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron verlangsamt zum Schutz des Embryos den Ablauf aller Körpervorgänge der Schwangeren, sorgt aber auch dafür, dass diese sich häufig müde fühlt und sich die ersten schwangerschaftsbedingten Verstopfungen melden.

Einige Frauen verspüren in der 4 SSW bereits die ersten Schwangerschaftsbeschwerden: Morgenübelkeit, vermehrter Speichelfluss sowie eine emotionale "Berg-und Talfahrt", die sie durch das gesamte erste Trimester der Schwangerschaft begleiten wird.

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Überblick- 1.- 4. Schwangerschaftswoche
In der 1., 2., 3. und 4. SSW entscheidet sich, ob in diesem Monatszyklus eine Schwangerschaft entstehen wird. In den ersten beiden Wochen besteht noch keine Schwangerschaft. Da der Zeitpunkt des Eisprungs nur bei den wenigsten Frauen exakt bekannt ist, wird ihr Beginn auf den ersten Tag der letzten Periode terminiert. Der errechnete Geburtstermin liegt damit in etwa 40 Wochen.
In der 1. SSW hat die Frau ihre reguläre Monatsblutung. Bei bestehendem Kinderwunsch kann sie durch den Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Selbstmedikationen sowie die Einnahme der für eine gesunde Entwicklung des Babys lebenswichtigen Folsäure bereits jetzt für einen guten Start der Embryonalentwicklung sorgen.
Gegen Ende der 2. SSW respektive in der Zyklusmitte erfolgt der Eisprung. Falls die reife Eizelle jetzt oder zu Beginn der 3. SSW befruchtet wird, beginnt damit die Schwangerschaft.
In der 3. SSW beginnt die befruchtete Eizelle, sich zu teilen und wandert bis zum Ende dieser Woche aus dem Eileiter in den Uterus.
In der 4. SSW nistet sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut ein. In dieser Woche spezialisieren sich seine Zellen - aus den drei Keimblättern mit unterschiedlichen Zelltypen werden sich in den nächsten Wochen und Monaten die verschiedenen Organanlagen bilden. Viele Frauen verspüren jetzt die ersten Schwangerschaftssymptome.
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Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

 
 
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*Of course, many babies do not have a specific date. Most are born within a period of two weeks before or after. The female doctor will also correct the date of birth in the course of pregnancy.

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