Babybett
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Babybett: Ein sicherer Schlafplatz für Ihr Baby

Was gehört ins Babybett und worauf Eltern achten sollten - Ein sicherer Schlafplatz in passender Umgebung fördert nicht nur den gesunden Schlaf eines Babys. Zusätzlich trägt er wesentlich dazu bei, dem plötzlichen Kindstod (wissenschaftlich: Sudden Infant Death Syndrom: SIDS) vorzubeugen.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Thu, 17.08.2017 - 13:02 Thu, 07/19/2018 - 11:42

Wiege oder Stubenwagen für die ersten Wochen?

Neugeborene sind in den ersten Lebenswochen z.B. in einem Stubenwagen oder einer Schaukelwiege bestens aufgehoben. Der Schlafplatz ist nicht zu gross, das Baby fühlt sich sanft umhüllt und geborgen. Trotzdem sollte die Liegefläche mindestens so gross bemessen sein, dass die Luft gut zirkulieren kann.

Es darf weder die Gefahr einer Überwärmung, noch einer Rückatmung bestehen. Sofern das Baby ohne ersichtlichen Grund unruhig wird, helfen ihm sanftes Schaukeln oder ruhiges Hin- und Herschieben, rasch wieder ins Land der Träume zurückzufinden.

Ebenfalls gut geeignet sind sogenannte Balkon- oder Stillbettchen, die sich direkt am Bett der Eltern befestigen lassen. Wichtig ist hier die fachgerechte Montage, damit zwischen dem Stillbettchen und dem Elternbett kein Spalt entsteht.

Babybett von Geburt an?

Eltern, die von Anfang an ein Gitterbett verwenden möchten, können dieses optisch verkleinern. Dann kommt sich ihr Baby nicht ganz so verloren darin vor. Kurzhimmel, die lediglich bis zur Oberkante des Kinderbettchen reichen und TÜV-geprüfte Nestchen aus sehr dünnen Stofflagen, die sicher an den Gitterstäben befestigt werden können sind hierfür gut geeignet.

Dicke, bauschige Materialien zur Verkleinerung des Bettchens sind dagegen verboten. Einerseits bergen sie die Gefahr eines Wärmestaus, andererseits könnte das Baby mit seinem Gesicht darin versinken und ersticken. Stiftung Warentest gibt daher die Empfehlung auf Nestchen komplett zu verzichten. 

Falls Sie Ihr Kind von Beginn an in ein Babybett legen wollen sollte dieses seinen festen Platz im elterlichen Schlafzimmer haben. In der Regel sind Gitterbetten so konstruiert, dass sie sich später mit wenigen Handgriffen umbauen und damit auf die körperliche Entwicklung des Kindes abstimmen lassen. Bei der Anschaffung sollten Eltern darauf achten, dass sich der Lattenlost auch ohne grosses handwerkliches Geschick, in mehreren Stufen bezüglich seiner Höhe verstellen lässt.

Herausnehmbare Gitterstäbe oder "Schlupfsprossen" verwandeln das Babybett ohne zusätzliche Kosten in ein kuscheliges Junior-Bett. Zu manchen Babybett-Modellen gehört auch ein Umbausatz, der etwa aus anderen Seitenteilen oder einem niedrigeren Kopf- und Fussteil besteht. Qualitativ hochwertige Babybetten können die Kleinen also durchaus mehrere Jahre lang durch süsse Träume begleiten.

Babygerechte Ausstattung des Bettchens

Ganz gleich, ob sich die Eltern in der ersten Zeit für eine Wiege, einen Stubenwagen, ein Balkonbettchen oder doch lieber für ein "mitwachsendes" Gitterbett entscheiden: Voluminöse Kissen, Decken, Schaffelle, Wärmflaschen, Heizkissen und Kuscheltiere haben nichts darin zu suchen.

Die Gefahr der Überhitzung oder Erstickens ist einfach zu gross.

Spezielle Babyschlafsäcke, die sich die Kleinen weder über den Kopf ziehen, noch wegstrampeln können, sind dagegen perfekt.

Das wichtigste Auswahlkriterium ist hier die passende Länge. Sofern der Schlafsack richtig sitzt, ohne jedoch die Bewegungsfreiheit einzuschränken, besteht wenig Gefahr, dass sich das Baby in die für SIDS (plötzlicher Kindstod) als risikoreich eingestufte Bauchlage dreht.

Experten raten heute ausserdem von Lagerungskissen oder zusammengerollten Handtüchern als Lagerungshilfen im Babybett ab.

Während früher die Meinung vertreten wurde, dass sich die seitliche Schlafhaltung positiv auf die Atmung und die Entwicklung einer harmonischen Kopfform auswirkt, raten Mediziner heute zur Rückenlage als beste Schlafposition.

Unfallgefahren vermeiden

Schon bei der Auswahl des Babybettchens ist darauf zu achten, dass Unfälle praktisch ausgeschlossen sind. Es dürfen weder überstehende Teile noch scharfe Kanten oder Lücken vorhanden sein. GS-Siegel, TÜV-Zertifikate und Prüfplaketten der Stiftung Warentest geben diesbezüglich bereits eine gewisse Sicherheit. Weiterhin sollten Eltern folgendes kontrollieren:

  • Kordeln, Gummibänder oder Schnüre, in denen sich das Baby verfangen könnte, dürfen sich nicht in Reichweite befinden.
  • Das gleiche gilt für Betthimmel oder Moskitonetze.
  • Alle Schrauben, Bolzen und anderen Montageteile am Babybett müssen festsitzen.
  • Eine Schaukelwiege oder der Stubenwagen muss so standfest sein, dass ältere Geschwister sie nicht umwerfen können.
  • Der Stababstand eines Gitter-Babybettchens muss so bemessen sein, dass das Baby nicht durchrutschen kann.
  • Die Matratze muss für das Babybett die passende Grösse haben. Zwischen Rahmen und Matratze dürfen sich keine Lücken auftun.
  • Das Laken ist so aufzuziehen, das es vom Baby nicht gelockert oder herausgezogen werden kann.

Die richtige Schlaftemperatur

Zum Spielen sind etwa 20 °C, zum Schlafen zwischen 16 °C und 18 °C optimal. Kurzes "Stosslüften" ist besser als dauerhaft gekippte Fenster. So wie auch das Babybett nicht zu warm ausgestattet sein sollte, ist zugleich von zu dicker Kleidung dringend abzuraten. Ob es dem Baby zu warm oder zu kalt ist, spüren die Eltern, indem sie ihm zwischen die Schulterblätter fassen. Sofern es sich dort angenehm warm anfühlt, ist alles in bester Ordnung.

 

Fazit
In der Wiege oder im Stubenwagen schläft das Baby so lange sicher, bis es sich selbstständig zu drehen beginnt. Dann wird es Zeit für ein eigenes Bettchen.
Die Rückenlage ist Babys beste Schlafhaltung.
Neben dem richtigen Babybett ist ein gesundes Schlafklima im Babyzimmer wichtig.

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