Zwiemilch & Ernährung: Stillen und Fläschchen
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Hebammengeprüft

Zwiemilch & Ernährung: Stillen und Fläschchen

Oft macht eine Kombination aus beidem das Baby satt und zufrieden - Zwiemilchernährung bedeutet, dass das Baby Muttermilch und Ersatznahrung bekommt. Dies kann die richtige Ernährungsform zum Glücklichsein von Mama und Baby darstellen.

windeln.ch Redaktion
von windeln.ch Redaktion
Wed, 21.06.2017 - 14:35 Mon, 06/24/2019 - 10:46

Verschiedene Gründe für die Zwiemilchernährung

Der Grund für Zwiemilchernährung kann z.B. sein, dass die Mutter zu wenig Milch hat, sie schon bald wieder in Ihren Job zurück möchte oder auch der Papa so mal das Füttern des Kindes übernehmen kann. Bei der Zwiemilchernährung sollten, wenn möglich, alternative Fütterungsmethoden wie z.B. Becher oder spezielle brustähnliche Aufsätze gewählt werden, damit es zu keiner Saugverwirrung kommen kann.

Jede frischgebackene Mutter weiss natürlich, dass Muttermilch die beste und gesündeste Nahrung für ihr Baby ist.

Die meisten Frauen entscheiden sich deshalb schon während der Schwangerschaft für das Stillen. Warum eine stillende Mutter zusätzlich Milchnahrung zufüttert, kann, neben den oben genannten Gründen, auch noch folgende haben:

  • Nachdem die Mutter einige Monate voll gestillt hat, nimmt ihr Kind, trotz häufigerem Anlegen nicht mehr ausreichend zu.
  • Schmerzen zu Beginn der Stillzeit führen auch oft zum Zufüttern- häufig lassen sich die Probleme aber lösen z.B durch eine Optimierung der Anlegetechnik, verschiedene Salben oder auch Muttermilch Auflagen. Fragen Sie hierzu Ihre Hebamme oder Stillberaterin .
  • Bei Frühchen kommt es oft vor, dass sich eine ausgeglichene Stillbeziehung zwischen der Mutter und ihrem Baby nur schwer einstellt. Manche der Kinder leiden unter einer sogenannten Saugschwäche, sodass sie nicht die Kraft haben, die Brust richtig auszutrinken. Gelingt dann das Zufüttern mit abgepumpter Muttermilch allein nicht mehr, entscheiden sich viele Eltern für zusätzliche Flaschennahrung.
  • Bei Mehrlingsgeburten wird häufig zugefüttert, was aber nicht unbedingt notwendig ist. Die Nachfrage regelt das Angebot, das heisst: je häufiger die Brust stimuliert wird desto mehr Milch wird gebildet. Bei Mehrlingen erfordert das oftmals ein absolutes Management. Lassen Sie sich unterstützen- gerade am Anfang gibt es Haushaltshilfen oder auch später noch ehrenamtliche Helferinnen wie z.B. das Welcome Projekt. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme oder Stillberaterin das gleichzeitige Anlegen beider Kinder zeigen.

Sofern sich die Eltern unsicher sind, ob für ihr Baby eine Zwiemilchernährung infrage kommt, sollten sie sich vertrauensvoll an die Hebamme oder eine Stillberaterin wenden.

Wie klappt die Umstellung auf Zwiemilch am besten?

Hebammen empfehlen bei gesunden Kindern, erst dann mit dem Zufüttern von Milchnahrung zu beginnen, wenn sich die Stillbeziehung stabilisiert hat. In den meisten Fällen ist das frühestens sechs bis acht Wochen nach der Entbindung der Fall.

Weiterhin wird geraten, mit der Zwiemilchernährung in einer Phase zu beginnen, in der das Baby an der Brust noch recht gut satt wird. Sofern es sich nämlich bei der Mutter zu sehr abmühen muss, wird es schnell nervös. Es freut sich dann über das Fläschchen, bei dem die Milch bedeutend einfacher fliesst und lehnt unter Umständen früher oder später die Brust völlig ab.

Wichtig ist bei der Zwiemilchfütterung eine alternative Fütterungsmethode zu wählen, wie z.B. der Becher, das Brusternährungsset , einen Fingerfeeder oder spezielle brustähnliche Sauger. Auch bei der gegebenen Nahrung wird empfohlen ausschliesslich Pre-Nahrung zu füttern, die ohne Stärke als Zusatzmittel auskommt.

Beachtet werden sollte, dass die Brust trotz des Zufütterns ausreichend stimuliert wird, um die Milchbildung aufrecht zu erhalten. Dieses kann vorübergehend auch durch eine Milchpumpe erfolgen. Werden diese Faktoren beachtet, kann die Zwiemilchernährung auch bei schwierigen Stillstarts zum Erfolg verhelfen und Mutter und Kind glücklich machen.

Die richtige Zusammensetzung ist entscheidend

Viele Mütter, die ihr Kind gar nicht stillen können oder möchten, machen sich zuweilen Sorgen um dessen Gesundheit. Selbstverständlich ist Muttermilch das Beste für die Kleinen, steht theoretisch immer zur Verfügung und kostet nichts. Trotzdem wachsen auch nicht gestillte Kinder gesund und glücklich auf.

Industriell hergestellte Babymilch muss strengen Qualitätskontrollen standhalten und versorgt das Kind, genau wie Muttermilch, mit allen lebenswichtigen Nährstoffen. In Abhängigkeit vom Alter des Säuglings ist sie so zusammengesetzt, dass sie den Ansprüchen eines sensiblen, teilweise noch unreifen Babymagens vollauf gerecht wird.

Fazit
Bei der Entscheidung, welche Art der Ernährung für das Baby die Beste ist, sollten sich Frauen nicht unter Druck setzen lassen.
Ein dogmatisches "Richtig" oder "Falsch" gibt es nicht.
Die Familie sollte vielmehr danach streben, dass alle gemeinsam mit dem Baby glücklich und zufrieden sind.
Sofern Fragen oder Probleme auftauchen, helfen Hebammen und Stillberaterinnen gerne weiter. Die Meinung aussenstehender Personen ist völlig nebensächlich.
Hebammengeprüft

Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.

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