Kinderzahnpflege: Kinderzähne richtig pflegen von Anfang an

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Zahnpflege Ratgeber

So sehr Sie das zahnlose Grinsen Ihres Babys lieben, Sie werden stolz sein, wenn das erste Zähnchen durchbricht – irgendwann zwischen dem vierten und achten Monat. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es einer der beiden unteren Schneidezähne sein. Wenn Ihr Baby mit Zahnen beschäftigt ist, ist es hilfreich, ein paar Dinge bei der Hand zu haben, die ihm a) Erleichterung verschaffen, wenn es weh tut, und die b) bei der Pflege des wertvollen Weiss helfen.

Beissringe

Wählen Sie einen Ring oder ein Spielzeug aus, auf das Ihr Baby beissen kann, das aber nicht zu fest ist. Gelgefüllte Beissringe sind toll, weil man sie in den Kühlschrank legen kann: Die Kälte und der Beissdruck sind besonders angenehm für wundes Zahnfleisch. Aber: Legen Sie die Beissringe nicht ins Gefrierfach: Ein steinhartes Stück Plastik wird bei wundem Zahnfleisch mehr schmerzen als lindern.

Schmerzlinderung

Es gibt Mittel zur lokalen Schmerzlinderung, die einfach aufs Zahnfleisch aufgetragen und einmassiert werden. Die Stelle, wo gerade ein Zahn durchbricht, erkennen Sie daran, dass sie rot und geschwollen ist. Mit diesen Mitteln können Sie Ihrem Baby helfen – für den Dauergebrauch sind sie aber nicht gedacht.

Zahnbürste

Nein, Sie brauchen erstmal keine Zahnputzuhr und Sie müssen auch keine vollen zwei Minuten darauf verwenden, die Handvoll Zähne Ihres Babys zwei Mal am Tag zu bürsten. Vielmehr sollten Sie sich daran gewöhnen, die ersten Zähnchen regelmässig zu putzen – vor allen Dingen, um Ihr Baby daran zu gewöhnen. Kaufen Sie eine Baby-Zahnbürste mit möglichst kleinem Kopf, weichen Borsten und einem Griff, den Sie bequem halten können. Lassen Sie Ihr Baby damit ruhig das Zähneputzen imitieren. Spass bei der Sache ist das Allerwichtigste – Sie sollten aber in jedem Fall nochmals sorgfältig nachputzen.

Zahnpasta

Sie ist anfangs zwar nicht unbedingt erforderlich, aber Zahnpasta schmeckt Babys meistens gut und stimmt Ihr Kleines kooperativer. Benutzen Sie nur Zahnpasta, die für Babys geeignet ist.

Lätzchen und Halstücher

Wenn Babys zahnen, hört das Sabbern gar nicht mehr auf. Damit nicht jedes Shirt innerhalb kurzer Zeit klatschnass ist, können Sie Ihrem Baby ein Halstuch oder ein Lätzchen umbinden. Vor allem in der kühleren Jahreszeit macht das Sinn.

Bernsteinkette

Viele Eltern geben ihrem Baby eine Bernsteinkette, um die Zahnungsbeschwerden zu mildern. Von Bernsteinen soll eine entzündungshemmende Wirkung ausgehen. Eins vorweg: Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es nicht. Viele Mütter verwenden die Kette nichtsdestotrotz und schwören drauf. Wie auch immer: Schaden kann sie in keinem Fall!

Extra Tipps für gesunde Zähnchen

  1. Sobald das erste Zähnchen da ist, lassen Sie Ihr Kind nie mit einem Fläschchen Milch oder Saft einschlafen oder - wenn Sie stillen – während es trinkt: Der Milch- bzw. Fruchtzucker breitet sich im Mundraum aus und schafft günstige Bedingungen für Karies.
  2. Eine der besten Methoden um Zahnungsschmerzen zu lindern ist die Massage der entsprechenden Stelle mit einem sauberen Finger.
  3. Wenn Zahnungsschmerzen ganz plötzlich kommen, können Sie einen feuchten Waschlappen ins Gefrierfach legen bis er kalt (aber nicht gefroren) ist und dann Ihr Baby darauf herumkauen lassen.
  4. Reiben Sie das Zahnfleisch Ihres Babys niemals mit Branntwein oder anderem Alkohol ein. Wenn es schlimme Schmerzen hat, geben Sie ihm eine altersgemässe Dosis Schmerzmittel.
  5. Beim Zahnen wirkt Kamillentee entzündungshemmend – oder auch Propolis-Tinktur, die man sanft ins Zahnfleisch einmassiert.